Montag, 28. Juli 2014

Einen Hopserlauf kann doch eigentlich jedes Kind, oder?

Nicht jeder, der schnell läuft, läuft schön und nicht jeder, der schön läuft, läuft automatisch schnell. 

Je länger die Distanz ist, die laufend zurückgelegt wird, desto entscheidender ist, dass der Laufstil ökonomisch, sprich gering im Energieverbrauch, ist. Entscheidend dabei sind weniger die optische Erscheinung, als vielmehr die Beseitigung an Mängeln im Bereich von Kraft und Beweglichkeit.
Regelmäßiges Dehnen, ausreichende Muskelkraft, geringes Körpergewicht und eine gute Lauftechnik sind Kernelemente zur Vorbeugung von Verletzungen. 

Das Lauf - ABC (Laufschulung) führt zu neuen neuromuskulären Vernetzungen des gesamten Bewegungsspektrums und ist ein ideales Instrument zur Erhöhung der Laufökonomie. 
Ein verbesserter Laufstil hilft Energie zu sparen und schützt auch vor Verletzungen. 
Ein wirksames Training in diesem Bereich nimmt nur wenige Minuten in Anspruch und kann sowohl vor der Trainingseinheit (nach dem Einlaufen und Dehnen), als auch im Anschluss an einen ruhigen Dauerlauf durchgeführt werden. Die Übungen sehen einfach aus, sind es eigentlich auch, stellen für viele Erwachsene aber beim „ersten Mal“ eine große Herausforderung dar. Einen Hopserlauf kann doch eigentlich jedes Kind, oder? Die koordinativen Fähigkeiten gehen, wenn sie nicht geschult werden, verloren, können glücklicherweise aber auch rasch wieder antrainiert werden.




Bei meiner ersten Trainingseinheit mit Bernadette und Wolfgang zeigte ich den beiden gleich die 6 wichtigsten Lauf ABC Übungen. 

Im folgenden findest Du die wichtigsten Übungen zum nachtrainieren! 

Viel Erfolg!

Dein Running-Coach, Michael Buchleitner




Kniehebelauf
Ausgangsstellung: wie bei der Fußgelenksarbeit, jedoch mit leichter Vorneigung.
Übung: über den Vorfuß abdrücken und das Knie bis zur Horizontalen anheben, mittlere Frequenz.
Beachte: aufrechte Haltung. Nicht ins Hohlkreuz fallen!










Anfersen
Ausgangsstellung: wie bei Kniehebelauf
Übung: Leichtes Laufen mit erhöhter Frequenz. Die Fersen abwechselnd zum Gesäß führen. 












Hopserlauf
Ausgangsstellung: aufrechte Haltung von Rumpf und Kopf, Blick nach vorne.
Übung: mit hohem Einsatz der Oberarme kräftig über den Vorfuß in die Höhe abdrücken, Knie bis max. zur Horizontalen während der Flugphase.
Beachte: spielerisch wie Kinder. Armbewegung gegengleich zu Beinen!











Seitensprünge
Ausgangsstellung: Stand seitlich zur Laufrichtung, stabile Rumpfposition.
Übung: Seitebewegung, Beine und Füße in einer Linie, seitliche Sprünge durch Schließen und Öffnen der Beine.
Beachte: Oberkörper nicht verdrehen!











Schrittsprünge
Ausgangsstellung: Oberkörper leicht nach vorne geneigt, Lendenwirbelsäule und Hüfte sind gestreckt.
Übung: in der Vorwärtsbewegung mit hohem Einsatz der Oberarme kräftig über den Vorfuß abdrücken, Knie des Schwungbeines bis zur Horizontalen, lange Flugphase.
Beachte: hinteres Bein ist praktisch gestreckt!









Steigerungslauf
Ausgangsstellung: über rund 100m kontinuierlich die Geschwindigkeit steigern.
Übung: langsam beginnen und allmählich in eine hohe Geschwindigkeit übergehen (kein maximaler Sprint - Verletzungsgefahr!).
Beachte: leicht und spielerisch, nicht abrupt stoppen - ausrollen!

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